Unser Hilfsgütertransport ging in die Region Mykolajiw, Ukraine. Ein Transport, der innerhalb kurzer Zeit geplant und durchgeführt wurde. Die LKW wurden am 30.10.2025 fertig geladen und vom Zoll in Celle abgefertigt, danach ging es für die LKW Richtung Ukraine über Krakau mit dem Ziel Mykolajiw. Aufgrund von Feiertagen gab es längere Wartezeit an der Grenze. Am Sonntagnachmittag konnten die LKW am Ziel entladen werden. Aus Dankbarkeit wurden unsere Fahrer anschließend mit einer kleinen Feier überrascht.
Am Montag ging es zeitig auf die Rückreise zur Grenze. Ein neues System für LKW in der Ukraine verlangte die Anmeldung unserer vier LKW. Dieses führte zu Problemen, denn es konnte nur ein LKW angemeldet werden. Am Abend stellte sich heraus, dass unsere LKW ein Zeitfenster von vier Tagen Wartezeit zur Abfertigung an der Grenze hatten. Um diese zu verkürzen, wurden über Deutschland alle Kontakte ausgeschöpft, damit die Fahrer keine vier Tage an der Grenze stehen mussten: Es wurde telefoniert, geschrieben, dann zeichnete sich für die Nacht eine Lösung ab. Doch leider gab es einen Systemfehler, der dazu führte, dass unser Lkw-Besatzungen an der Grenze übernachten mussten.
Am frühen Morgen ab fünf Uhr schalteten sich wieder helfende Freunde ein und es wurden hier in Deutschland schon die ersten Mails mit Behörden ausgetauscht, Behörden wurden kontaktiert und über die ukrainische Botschaft wurde versucht, eine Lösung zu finden. Über private Kontakte konnte eine Verbindung mit dem ukrainischen Zoll aufgenommen werden, um dieses Problem zu schildern und zu lösen. Um 09.00 Uhr kam die erlösende E-Mail, dass das Zeitfenster sich auf 10 Stunden verkürzt hat. Jetzt ging es schnell - zuerst in den Zollhof und dann wieder warten. Gute Freunde behielten das System weiter im Auge, verfolgten die LKW bis sie die Ukraine verlassen hatten, immer noch mit der Möglichkeit durch Telefonate oder E-Mail-Kontakte einzuschreiten, um die Ausreise schnellstens zu ermöglichen. Man muss aber auch sagen, sowohl die ukrainischen als auch die polnischen Behörden waren sehr hilfsbereit und freundlich. Gegen 17.00 Uhr waren dann alle LKW wieder in Polen, ab da ging es entspannt auf die Autobahn Richtung Krakau und noch für eine Nacht im LKW. Am nächsten Tag ging es ruhig nach Hause. Der letzte LKW war aber leider wegen Verkehrsproblemen erst um Mitternacht im Heimathafen.
Damit geht unser 3. Hilfsgütertransport 2025 zu Ende. Jetzt beginnt bald die Weihnachtszeit und wir wünschen allen eine besinnliche, ruhige Zeit, einen guten Rutsch in das Jahr 2026! Der eine oder andere macht sich sicher auch schon wieder Gedanken über Aktivitäten in 2026.